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Ab dem 02. Oktober wieder in Spielplan: Molières "Der eingebildete Kranke" in der Borner Straße!

Der Komödien-Klassiker von Molière ist erstmals auf der Bühne des TiC-Theaters zu sehen: In einer frischen und zeitgemäßen Inszenierung von Schauspieler Martin Petschan.

Ein halbes Jahrhundert nach William Shakespeare betritt in Frankreich das nächste Komödie-Genie der Weltliteratur die Bühne des Lebens: Jean-Baptiste Poquelin, besser bekannt als Molière. Mit zahlreichen Theater-Hits eroberte er sein Publikum in ganz Frankreich, einschließlich des Sonnenkönigs Ludwig XIV. Seine letzte Stück wurde zugleich sein bekanntestes: „Der eingebildete Kranke“, der auch heute, rund 350 Jahre nach seiner Uraufführung, nicht von den Bühnen der Welt wegzudenken ist. Sein kluger Witz und seine messerscharfen Beobachtungen des menschlichen Charakters treffen bis heute den Nerv und den Humor des Publikums.

Argan ist todkrank - zumindest bildet er sich das mal wieder ein, denn Argan ist ein Hypochonder, wie er im Buche steht. Stets fühlt er sich sterbenskrank und ist besessen von Ärzten und deren Heilmitteln. Bei seinen Ärzten wiederum, die ihm für ihre Behandlungen teure Rezepte und Rechnungen ausstellen, ist er ein beliebter Patient. Um Geld zu sparen, kommt er auf eine Idee: Er will seine ältere Tochter Angélique mit dem angehenden Doktor Thomas verheiraten, einem ungehobelten jungen Mann. Angélique jedoch graust es bei dem Gedanken an eine Ehe mit Thomas, zumal sie in Cléante verliebt ist. Doch Argan bleibt unerbittlich und droht, dass Angélique ins Kloster müsse, falls sie nicht in die Heirat einwillige. Letzteres wiederum wäre ihrer Stiefmutter, Argans zweiter Frau Béline, nur allzu recht, da sie alles daran setzt, Argans Tochter von ihrem Erbe zu verdrängen und sich selbst in einem neuen Testament als Alleinerbin einsetzen zu lassen. Doch nicht nur die blitzgescheite Haushälterin Toinette, auch Argans Bruder Béralde wittert hinter dem scheinheiligen Gebaren eine durchtriebene Taktik ...

Die Presse zu "Der eingebildete Kranke" im TiC-Theater:

„Spielfreudige Darsteller, zündende Pointen, tolle Choreografien – „Der eingebildete Kranke“ im TiC-Theater ist ein Ereignis. In seiner zweiten Regiearbeit für die Cronenberger Bühne knöpft sich Schauspieler Martin Petschan den Klassiker Molière vor und rückt dessen Komödie nah an unsere Zeit heran. Der Spott trifft nicht nur den ewigen Hypochonder Argan, auch die gegenwärtige Zwei-Klassen-Medizin bekommt ihr Fett weg. Der satirische Zugriff riss das Premierenpublikum am Freitag von den Sitzen. Der rasende Applaus im ausverkauften Saal galt dem sechsköpfigen Ensemble, dessen Spiel oft wie aus dem Ärmel geschüttelt wirkt und doch bis ins kleinste Detail inszeniert ist. Die Widersprüche der Hauptfigur agiert Christoph Güldenring mit vollem Körpereinsatz aus. Sein Argan würde das Krankenbett am liebsten gar nicht mehr verlassen. Wenn da nicht die cholerischen Anfälle wären, die ihn in Sekundenschnelle wieder auf die Beine bringen. Erstaunlich agil jagt er dann das aufmüpfige Hausmädchen Toinette über die Bühne an der Borner Stra0e. (...)  Autoritäre Eltern? Arrangierte Ehen? Dass diese Zeiten noch nicht weit weg sind, unterstreicht das Bühnenbild (Stefan Böhmer und Frank Fischer). Pastellfarben Tapeten, Plattenspieler und Nierentisch versetzen den Zuschauer in die 50er Jahre. Angélique (temperamentvoll: Lucy Martens) tritt im Petticoat auf, und ihr Freund Cléante (smart: Dominik Schinner) trägt die Lederjacke der Halbstarken. Die stilechten Kostüme kommen von Maya Fichtel und Noëlle Wörheide. (...) Nur leicht übertrieben parodiert Gottschalk die Selbstdarstellung des „gebrechlichen“ Argan. Die Krönung ist sein Medizinstudent, der mit leiernder Stimme um Angéliques Hand anhält. (...) Umso komischer wirkt Argans Entschluss, sich vor seiner Familie tot zu stellen. Für ihn ist es aufschlussreich, entlarvt er doch so die Habgier seiner Frau Béline – eine weitere Paraderolle für Beril Erogullari – und versichert sich zugleich der Liebe seiner Tochter. Dieses Rollenspiel steht exemplarisch für eine Komödie, die durch Lachen die Angst vor dem Tod in Schach zu halten versucht. (...)“ - Westdeutsche Zeitung

„Weit weniger tragisch, dafür höchst amüsant verlief die aktuelle Aufführung des Stücks im Wuppertaler TiC-Theater in der gelungenen Inszenierung von Martin Petschan. Äußerlich durch die spar- aber wirksame Ausstattung in die 1950er Jahre versetzt, textlich jedoch in der von Alfred Wolfenstein übersetzten Urfassung belassen, fügten sich alte Sprache und Moral sowie Cocktailsessel, Rauchtisch, Philips-Kofferplattenspieler, Miele-Staubsauger und die Petticoats von Argans Tochter Angélique (als himmlisch verliebter, quicklebendiger und aufmüpfiger Teenager: Lucy Martens) wie selbstverständlich in ein nahtloses Miteinander. (...) Weil Argan (ein augenzwinkernd wehleidiger Jammerlappen mit Fachkenntnis: Christoph Güldenring) seine Tochter gegen ihren Wunsch verheiraten oder ins Kloster schicken möchte, schmiedet sie mit Hilfe des pfiffigen Hausmädchens Toinette (herrlich frech gegen den Herrn und Meister: Christina De Bruyckere-Monti) einen Plan, um Papa zum Umdenken zu bringen. Sie ist doch (und vice versa) in den jungen Cléante verschossen, der von Dominik Schinner stolz bis kleinmütig verkörpert wird. Da hat der als Bräutigam vorgesehene tumbe Neffe des geldgierigen Dr. Purgon natürlich keine Chance, zumal ihm Dennis Gottschalk in einem Kabinettstückchen so köstlich unbeholfene Gestalt gibt, daß er dafür herzhafte Lacher kassierte. Als von Argans Bruder Béralde (ebenfalls Dennis Gottschalk) gleichzeitig die Erbschleicherei von Argans zweiter Frau Béline (auch als herrischer Dr. Purgon deftig überzeugend: Beril Erogullari) aufgedeckt wird, werden Argan die Augen für die Realitäten des Lebens geöffnet. Liebe kommt zu Liebe und Argan heilt sich selbst. Als besonderes Bonbon bleibt Lucy Martens´ Gesangs-Einlage mit einem Hauch von Hurz! ebenso in Erinnerung wie unter vielen anderen der amüsante Einfall der Reise nach Jerusalem bei der Bräutigamsrunde und Béraldes furchtlose Pillentests. Das Ensemble bot in seiner entspannt gelösten Stimmung, wie sie auch zu Molières Zeiten in seinem Wandertheater gewesen sein könnte, federleicht inszeniert die zahlreichen Pointen der turbulenten, intelligenten Komödie als einen Teller luftiger Baisers.“ - Musenblätter

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